Fundstücke & Anekdoten
Damals wie heute- Emmendingen zwischen Ölkrise und Energiepreisen
Im November 1973, während der Ölkrise verändert sich auch in Emmendingen der Alltag spürbar.
An den Sonntagen blieben die Straßen ungewohnt leer, das Sonntagsfahrverbot ließ Autos stehe „das liebste Spielzeug“ der Autofahrer blieb in der Garage.
Ein Zeitungsbericht aus Emmendingen zeigt, wie konsequent sich viele daranhielten: In den frühen Morgenstunden wurden teilweise überhaupt keine Fahrzeuge gesichtet.
Die Polizei führte zwar Kontrollen durch, stellte aber fest, dass sich der Großteil der Bevölkerung an Vorschriften hielt „Autofahrer waren vernünftig“. Nur vereinzelt gab es Verstöße, etwa durch Fahrer ohne Führerschein oder unter Alkoholeinfluss.
Die Szene wirkt fast ungewohnt ruhig, leere Straßen, kaum Verkehr, stattdessen ein Alltag der sich plötzlich nach politischen Vorgaben richtete. Mobilität war nicht mehr selbstverständlich, sondern eingeschränkt und diskutiert.
Heute mehr als 50 Jahre später, steht man wieder an der Tankstelle und blickt auf hohe Preise. Wieder ist es ein Konflikt im Nahen Osten, der die Energieversorgung beeinflusst. Die Fragen klingen ähnlich wie damals: “Warum ist das wieder so teuer?“ und wie „Wie lang bleibt das so?“
Der Unterschied liegt vor allem in den Maßnahmen: Damals blieben Autos per Verbot stehen, heute geht es eher um Sparen, alternative Antriebe und steigende Energiepreise. Doch das Grundgefühl ist vergleichbar, globale Krisen erreichen den Alltag schneller, als man denkt.







